Au pair zu sein ist eine alte Tradition und diente schon immer dem Spracherwerb. Für junge Frauen (von den wenigen männlichen Au Pairs mal abgesehen) war dies eine Möglichkeit das Elternhaus zum ersten Mal für längere Zeit zu verlassen und dabei sozusagen „im Schlaf“ eine andere Sprache zu erlernen oder deren bereits vorhandenen Kenntnisse zu vertiefen.
Au pair zu sein bot auch die Möglichkeit der ersten erlaubten „Abnabelung“ von der eigenen Familie. Fremde Kinder zu betreuen kann eine nervenaufreibende, anstrengende aber auch erfüllende Aufgabe sein. Es ist meist auch der erste Versuch (gezwungenermaßen) Verantwortung für sich selber und andere zu übernehmen. Viele junge Menschen nutzen diese Au pair Zeit, um sich über die weitere Lebensplanung Klarheit zu verschaffen. Nicht wenige fangen eine Affäre mit dem Vater ihrer Schützlinge an. Dies ist nur bedingt empfehlenswert. Ein Jahr als Au pair wird unvergessen bleiben und hoffentlich eine schöne Erinnerung ein Leben lang.